Sonntag, 19. Juni 2011

Meine Erwartungen an Frau Zgraggen:


Ich kann eigentlich nicht wirklich sagen was ich von unserer künftigen Deutschaushilfe erwarte, natürlich hoffe ich, dass sie ihren Unterricht neu und spannend gestalten wird. Ich fände es auch schön, wenn wir dieses Mal mehr mit, und in der Klasse arbeiten würden, wenn wir zumBeispiel ein Buch lesen, um es dann in der Klasse zu besprechen, und genauer zu erfahren was die Anderen von gewissen Szenen, Charakteren oder auch dem Schriftsteller halten. Es wäre auch einmal interessant, wenn wir ein oder Zwei Texte analysieren würden, oder die Möglichkeit bekämen mehr über Schriftsteller zu erfahren. Eine genauere Einführung ins Schreiben von Kurzgeschichten oder Kolumnen fände ich sehr toll. Ansonsten fällt mir eigentlich nichts mehr zum Thema Erwartungen an Frau Zgraggen ein... Obwohl ich würde mich schon sehr freuen wenn wir bei ihr keine Blogaufträge mehr schreiben müssten! Ansonsten denke ich, dass ich ihrem Unterricht gegenüber relativ offen bin, denn Erwartungen sind zwar schön und gut, aber es ist der Unterricht selbst der mich schlussendlich packen und begeistern sollte.

Sonntag, 27. März 2011

"Der Besuch der alten Dame"

Friedrich Dürrenmatts Stück "Der Besuch der alten Dame" beschäftigt sich stark mit dem Thema Rache und brachte auch mich dazu mir über Rache Gedanken zu machen. Es gibt wohl kaum jemanden, der tatsächlich von sich behaupten kann, dass er sich noch nie gewünscht hätte sich so richtig an jemandem rächen zu können, im Gegenteil.

Wenn man sich umsieht entdeckt man an jeder Straßenecke Situationen die nach Rache verlangen. Das fängt schon im Kindergarten an, der kleine Junge der von den anderen gemobbt wird wünscht sich endlich größer zu sein als seine "bösen" Kameraden um es ihnen dann heimzuzahlen, so geht es weiter mit dem übergewichtigen Mädchen im Volleyballteam, der ungeküssten "Brillenschlange" aus der Oberstufe und später der verlassenen Freundin der das Herz gebrochen wurde, dem gequälten Assistenten der dank seines Chef's keine Freizeit mehr hat,bist zur verbitterten Ehefrau die bei der Scheidung leer ausging. Alles nur allzu bekannte Situationen bei denen es meiner Meinung nach nur natürlich ist, dass man sich wünscht sich an demjenigen zu rächen der für unser Elend verantwortlich ist. Nur leider kommt kaum einer an den süßen Geschmack verdienter Rache.

Dürrenmatt schenkte seiner Hauptfigur, der alten Dame, eben diesen Genuss, obwohl es sich im Buch beschriebenen Fall nicht mehr um natürliche Rache Gedanken handelt sondern um eine regelrechte Besessenheit. Claire Zachanassian richtete ihr ganzes Leben nach ihrem Racheplan. Und das tut sie mit einer solchen Verbissenheit das man sich fragen muss ob es das wert ist. Ich persönlich glaube das Rache tatsächlich schön sein kann, aber im Falle Claire Zachanassian's glaube ich das sie sich viel besser hätte rächen können, indem sie das beste aus ihrem Leben gemacht hätte, anscheinend wurde sie geliebt sonst hätte sie ihr erster Ehemann wohl kaum geheiratet. Denn sie hatte ihm nichts anzubieten außer sich selbst, während er ihr ein Luxuriöses Leben voller Möglichkeiten gab. Sie trieb das Dorf Güllen in den Ruin hätte es da nicht gereicht wenn sie einfach allen gezeigt hätte wie gut es ihr im Gegensatz zu Güllen's Bewohner ging, die sie für ihr Unglück verantwortlich machte?! Dürrenmatt hat aus der ganzen Rache Geschichte ein Drama gemacht, das definitiv gelungen ist, den es zeigt einerseits eine alte Frau die am Ende ihres Lebens das bekommt, worauf sie schon immer gewartet hat und andererseits die traurige, aber allgemein bekannte Tatsache das alle Menschen käuflich sind. Im richtigen Leben, denke ich, ist die einzig wahre Rache diejenige die einen anspornt das beste aus sich zu machen, zu erkennen was man selbst schaffen kann, egal ob man nun als Kind eine Spange hatte und deshalb gehänselt wurde, und wenn man dann beim Klassentreff feststellt das die ach so beliebte Ballkönigin die einem den Freund weggenommen hat und einem das Leben als Teenager zur Hölle machte, schon zweimal geschieden, verbittert und hässlich geworden ist, ich glaube dann ist es durchaus berechtigt wenn man sich ins Fäustchen lacht und sich für einen Moment im Rachegefühl sonnt, um dann sein Leben glücklich und ohne Rachepläne weiterzuleben.

Sonntag, 20. März 2011

Theaterbesuch

Als ich das Haus verließ war es erst kurz nach 7 und der Abend war im Verhältnis zu vergangener Woche erstaunlich warm. Die von den StrassenLaternen beleuchteten Schneefreien Wiesen liessen auf einen baldigen Frühling hoffen und die Strassen waren einem Montagabend entsprechend leer. Ich lief schnell, und mein Bauch ließ mich mehr und mehr dieses unvergleichbare Gefühl der Vorfreude spüren. Es war schon eine weile her seit ich das Schauspielhaus zuletzt betreten hatte, aber wie zu erwarten hatte sich hier nichts verändert. Der Eingang war wie immer gestopft voll mit Leuten die herumstanden und sich unterhielten, vielleicht assen oder tranken sie noch etwas bevor sie sich dann auf ihre Plätze begeben würden um ihre volle Aufmerksamkeit der Bühne zu widmen. Auch ich tat es ihnen gleich und betrachtete von neuem beeindruckt den Schmucken Saal um mich herum. Die roten Sitzpolster, die vergoldeten Geländer und die monströsen Kerzenleuchter erinnerten so stark an meine Kindheitvorstellung des Saales eines Königs, dass es mir schwer viel nicht gleich in meine Träumereien abzutauchen sondern aufmerksam auf den Anfang des Stücks zu warten. Zum Glück ließ dieser auch nicht lange auf sich warten, und so erschien bald der erste Schauspieler auf der Bildfläche der seinen Text in windeseile runterratterte und mich daran erinnerte das ich meinen für unsere Theatergruppe unbedingt noch vertiefen musste. Das Stück hatte 5 Schauspieler die allesamt Männer über 40 waren.
Das Bühnenbild war Simpel dafür wirksam und imposant, genauso die Requisiten am besten allerdings gefiel mir die Beleuchtung.
Alle Schauspieler waren gut und blieben die ganze Zeit über ganz in ihrer Rolle. Aber das Stück war lang und relativ ruhig, es lief meiner Meinung nach von Anfang an auf den zu ertwartenden Tod der Hauptfigur zu, und dessahlb hätte ich mir eine Pause gewünscht. Denn die letzte Viertelstunde war anstrengend. Da auch die roten Polstersitze mit der Zeit unbekuem wurden und ich mich nach etwas frischer Luft sehnte.

Wie vermutet endete das Stück tragisch und es veranlasste einem zum Nachdenken. Also dachte ich auf dem Heimweg über das eben gesehene nach, ich sah alles noch ganz klar vor mir und ich versuchte mir das ganze mit einem anderen Bühnenbild oder mit anderen Schauspielern vorzustellen, warum ich das tat weiss ich nicht, ich weiss nur dass ich dabei zu dem Schluss kam, dass sie es meiner Meinung nach nicht besser hätten inszenieren können. Also Hut ab, vor dem Regisseur, dem Bühnenbildner, den Schauspielern und vorallem vor dem Lichtthechniker!
Ich habe den Abend im Theater genossen und freue mich schon jetzt auf mein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit dem Schauspielhaus.

Sonntag, 6. März 2011

Das Theater und ich

Als ich etwa 6 Jahre alt war nahm mich mein Großvater das erste Mal mit ins Theater, und wir sahen uns "die kleine Hexe" von Otfried Preussler an. Ich fand es toll, denn meine Mutter hatte mir das Buch vorgelesen und ich hatte bereits selbst einige Szenen, mit der mehr oder weniger freiwilligen Hilfe meiner Schwester, inszeniert und meiner Familie Stolz vorgeführt. Wir hatten damals noch keinen Fernseher und deshalb war ein Erlebnis wie dieses umso aufregender für mich. Ich weiss zwar nicht mehr genau wann ich damit angefangen habe, aber irgendwann stellte ich mir bei allem was ich machte vor, dass ich eine Schauspielerin bin und mein ganzes Leben ein Theaterstückoder ein Film ist, das/der von irgendwelchen Leuten gerade angesehen wird. Dementsprechend fing ich auch an hochdeutsch zu sprechen. Natürlich spielte ich mich in diesem immerwährenden Stück nicht selbst, es sei denn ich gab gerade Interviews, ich hatte etwa 5 Rollen in die ich nach Lust und Laune hineinschlüpfen konnte, zwei davon waren frei erfunden aber die anderen waren meistens irgendwelche Figuren aus den Büchern die ich gerade las, wie die Rote Zora, einer der Fünf Freunde ect.. Ich steckte voller Fantasie und freute mich jeden Tag aufs neue darauf wieder irgend wen zu spielen und so meine Abenteuer zu erleben.

Auch als ich aus dem Spielalter herauswuchs begleitete mich das Theater weiter, denn mein Großvater nahm mich weiterhin ab und zu in gute Stücke mit und auch in der Schule führten wir immer wieder ein kleines Theaterstück auf. In der 8 Klasse dann hatten wir ein Halbjähriges Projekt in dem wir ein Musical erarbeiten sollten, und ich durfte die Hauptrolle spielen. Unser Musical war das allseites bekannte Stück "West Side Story". Wir probten Wochenlang bis endlich jeder Satz, jeder Ton und jeder Schritt sass und nebenbei mussten wir auch noch das Bühnenbild erstellen. Diese Erfahrung war Grogsartig denn wir waren die erste Klasse an unserer Schule (und sind es immernoch:)) die ein Standingovation erreichte. Und wenn ich ab und zu wieder dort bin werde ich immer noch auf die Rolle angesprochen.
Kein Wunder also, dass ich mich sehr gerne an diese Zeit zurück erinnere und mich dementsprechend auf fast alles freue das mit Theater zu tun hat. Theater bedeutet für mich Freiheit, denn es gibt einem die Möglichkeit jemand anders zu sein, man kann in eine Rolle schlüpfen und all die Seiten an sich ausleben die man im richtigen Leben nicht ausleben kann oder darf.
Ich hoffe das meine Freude am Theater durch die folgenden DeutschStunden noch verstärkt wird und das wir viel Theater spielen werden.

Sonntag, 16. Januar 2011

Praktische Lyrikübung 10:


Mein Zimmer dunkel durch die Nacht,
kalt auf dem Boden leise Pfoten,
der einsahme Mond draußen wacht,

Mein Atem warm, die Hände kalt,
ich zieh die Decke hoch und frir'
schattenhafte Möbel, so alt.

Einsahme Nacht sei brav und schweig,
die Augen zu der Mund halb auf,
schneller Schlaf der rettende Zweig.



Rubai 5:

Schnell schlägt mein Herz auch die Hände zittern,
ob all der Schmetterlinge wird mir warm,
kein böses Wort kann mich jetzt verbittern,
den du bist bei mir und hältst mich im Arm.


wie immer bitte nicht benoten! :)

Sonntag, 19. Dezember 2010

Praktische Lyrikübung 6:

1:
Wenn du doch, nicht so schnell rennen tätst, könnt ich auch.
Grau und kalt, schwer und tief liegt der Schnee vor dem Haus.
Ich glaub nicht, dass du je wieder liebst so wie ich.


2:
Hör
sie laufen, betrunkene sauffen, doch bald bricht die Nacht,
Und alles zum leben erwacht.

Immer und ehwig, trink ich dein leid,
Erbrech meinen Kummer über das Kleid.

Praktische Lyrikübung 8:

Ich lach und mach was ich will,
doch du bist still und
schwach, doch horch - sie kommen wenn
ich sie rufe schnell,
und flink, sie holen dich jezt.

Jemand klopft,
rasch zur Tür, mach sie auf,
He!
wer stört denn da?
es ist der Weihnachtsmann "ho,ho"
er lacht ganz laut!
Doch,
bald ist er auf und davon,
Verschwunden.

Ich warte,
still ruhlos ist die Nacht,
jezt,
ein Vogel springt auf
er fliegt davon in den Walde,
schön liegt die Ruh,
allein
bin ich nun, verlassen
von allen.

Da ich keine Ahnung habe ob ich die Aufgaben richtig gemacht habe, möchte ich lieber nicht, dass dieser Blog bewertet wird!!

Montag, 13. Dezember 2010

Lyrikübung 5

Ich seh dich an,ganz starr vor schahm,

Möchte sie dir sagen, all die Klagen,

doch du sihest weg, weg von mir ,

also bin ich ganz still, und geh.


Eifrig reckt und streckt sie sich an der Stange,

Manch einem wird allein beim Anblick bange,

doch fest ist ihr Wille und nah ist das Ziel,

Jetzt liegt sie unten, ganz reglos und kalt.


Das Wasser singt so schön und blau,

der Weisse Schwan einst klein und grau,

wurde rot , ganz plötzlich unverhofft,

denn niemand weiss wer an die Türe klopft.